Forschungsmeldungen
Wespenspinnen: Kannibalismus kommt dem Nachwuchs zugute
(April 2012)

Einige männliche Spinnen erleiden nach der Paarung mit einer Artgenossin ein trauriges Schicksal: Sie werden von ihrer Partnerin verspeist. Welche Rolle spielt der Kannibalismus im Paarungsritual der Spinnen?
Die Antwort haben Prof. Dr. Jutta Schneider und Klaas Welke vom Zoologischen Institut der Universität Hamburg herausgefunden. Sie erforschten, warum die vergleichsweise winzigen Männchen der Wespenspinne für die bis zu 19 mm größeren Weibchen ein begehrter Leckerbissen sind. Die Ergebnisse der Studie wurden nun in der Zeitschrift „Animal Behaviour“ veröffentlicht.
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Illegalem Tropenholz im Papier auf der Spur
(April 2012)

Seit Frühjahr 2012 ist die Einfuhr von illegal geschlagenem Tropenholz in der Europäischen Union verboten. Papierhersteller müssen nachweisen, dass ihr Papier aus legal gewonnenen Holzarten besteht. Das Problem: Bisher gibt es keine einfache und schnelle Analysemethode für Tropenholzfasern. Das soll sich nun ändern.
Die Technische Universität Darmstadt entwickelt derzeit ein Verfahren zur Bestimmung illegaler Papier- und Zellstoffbestandteile. Das Zentrum Holzwirtschaft – Chemische Holztechnologie der Universität Hamburg und das Von-Thünen-Institut/Hamburg sind an dem Forschungsprojekt beteiligt, das von der Deutschen Umweltstiftung mit 284.000 Euro unterstützt wird.
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Biodiversitätsstudie:
Auf europäischen Wiesen gibt es mehr Pflanzenarten als im Regenwald
(April 2012)

Verblüffendes fand ein internationales Team von Biowissenschaftlern heraus: Sie verglichen Flächen zwischen 1 mm² und 1 ha in aller Welt auf ihren Artenreichtum hin und stellten fest: Auf Flächen, die kleiner als 100 m² sind, wachsen nirgendwo so viele Gefäßpflanzenarten wie auf europäischen Trockenrasen.
Der Biodiversitätsforscher Dr. Jürgen Dengler vom Biozentrum Klein Flottbek der Universität Hamburg war an der Studie beteiligt, die im "Journal of Vegetation Science" erschien und in der internationalen und nationalen Presse großen Widerhall fand.
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Neue Emmy-Noether-Gruppe: Hamburger Biologen erforschen
den Energiehaushalt des Dsungarischen Zwerghamsters
(April 2012)
Dr. Annika Herwig vom Fachbereich Biologie der Universität Hamburg wird im Rahmen einer Emmy-Noether-Gruppe untersuchen, wie das Gehirn bei saisonalen Säugetieren wie dem Dsungarischen Zwerghamster langfristig den Energiehaushalt und das Körpergewicht reguliert. Anders als bei nicht-saisonalen Säugetieren schwankt das Gewicht von saisonalen Säugetieren extrem im Laufe der Jahreszeiten.Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Nachwuchsgruppe mit dem Titel „Molecular mechanisms regulating seasonal physiology“ über fünf Jahre mit bis zu 1,19 Mio. Euro.
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Familienklima beeinflusst Internetnutzung Jugendlicher
(März 2012)
Eine Studie am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg zeigt Zusammenhänge zwischen übermäßiger Internetnutzung Jugendlicher und der Interaktion in Familien auf. Für die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte medienpädagogische Studie „EXIF – Exzessive Internetnutzung in Familien“ wurden Relationen zwischen einer als exzessiv bewerteten Computer- und Internetnutzung von Jugendlichen und der (Medien)Erziehung in den Familien festgestellt. Die Ergebnisse der Studie wurden im März auf einem Workshop des Bundesfamilienministeriums in Berlin präsentiert.
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Forscher der Universität Hamburg entwickeln neue Methode
zur Bestimmung der Meereisdicke
(März 2012)

Wissenschaftlern vom Hamburger KlimaCampus ist es gelungen, mit einer neuen Methode erstmals die Stärke von dünnem arktischem Meereis flächendeckend zu bestimmen. Das Meereis der Arktis ist ein wichtiger Indikator für Klimaänderungen. Dabei spielt nicht nur die Größe der Eisfläche eine Rolle, sondern auch die Eisdicke.
Die Forscher nutzten Daten des Fernerkundungssatelliten SMOS, der 2009 von der Europäischen Weltraumagentur ESA ins All geschickt wurde. Die Ergebnisse erschienen im März in der Zeitschrift „Geophysical Research Letters“.
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Europäische Förderung für präzises Laserskalpell in der Chirurgie
(März 2012)
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat Prof. Dr. R. J. Dwayne Miller, Professor für „Free-Electron Laser Science“ am Fachbereich Physik der Universität Hamburg, für ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 2,5 Mio. Euro Fördermittel bewilligt. In den nächsten fünf Jahren soll das von Miller konzipierte ultrakurzgepulste Laserskalpell getestet werden. Mit dem Forschungspreis „Advanced Investigator Grant“ werden weltweit herausragende Wissenschaftler und ihre innovativen Forschungsvorhaben gefördert.
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Erste Studie zum deutschen E-Book-Markt aus Nutzersicht
(Februar 2012)
Zum Thema „E-Books und E-Reader: Kauf und Nutzung“ hat ein Team um Prof. Dr. Michel Clement vom Institut für Marketing und Medien und des Research Center for Media and Communication (RCMC) der Universität Hamburg eine Studie vorgelegt, die erstmalig den deutschen E-Book-Markt aus Nutzersicht wissenschaftlich untersucht und den Status Quo erhebt. Ist das E-Book in Deutschland bereits angekommen? Wird das E-Book das gedruckte Buch verdrängen? Von welchen Faktoren wird das abhängen? Das sind Fragen, die die Buchbranche ganz erheblich bewegen.
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Mit Superlasern die Erreger der Schlafkrankheit entschlüsseln
(Januar 2012)

Strukturbiologen gehen mit dem Einsatz von Röntgenlasern neue Wege in der Erforschung von Proteinen in Krankheitserregern – ganz vorn dabei sind Forscher und Forscherinnen der Nachwuchsgruppe „Strukturelle Infektionsbiologie unter Anwendung neuartiger Strahlungsquellen (SIAS)“ der Universitäten Hamburg und Lübeck und das Team der Landesgraduiertenschule „Hamburg School for Structure and Dynamics in Infection“.
In der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Methods“ erklären sie, wie sie erstmals Enzyme des Erregers der Schlafkrankheit in einer lebenden Zelle kristallisierten und mit einem Superlaser untersuchten.
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Lassen sich Meeresströmungen vorhersagen?
(Januar 2012)

Weltweit ist es zum ersten Mal gelungen, eine Prognose über Strömungen in einem Ozean zu erstellen. Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und vom Exzellenzcluster CliSAP der Universität Hamburg haben ein Klima-Modell mit neuen Messdaten verglichen und können nun Vorhersagen über die Atlantikzirkulation bis ins Jahr 2014 treffen – und damit auch über ihren Einfluss auf das Klima.
Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Januar im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“.
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Der kleinste magnetische Datenspeicher der Welt
(Januar 2012)

Forscher vom Computerkonzern IBM und dem Hamburger Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) haben den kleinsten magnetischen Datenspeicher der Welt konstruiert. Die Wissenschaftler benötigen lediglich 12 Atome, um ein Bit zu speichern, die Grundeinheit der Information. Ein Byte (8 Bit) quetschen sie auf diese Weise in 96 Atome.
Zum Vergleich: Moderne Festplatten nutzen mindestens eine halbe Milliarde Atome für ein Byte. Die Gruppe um IBM-Forscher Dr. Andreas Heinrich und CFEL-Forscher Dr. Sebastian Loth stellte ihre Entwicklung im Fachjournal „Science“ vom 13. Januar 2012 vor.
Das CFEL ist eine Kooperation des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY, der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Hamburg.
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Hamburger Wissenschaftler suchen versteckte Photonen – mit einem Teleskop ohne Eingang
(Dezember 2011)

An der Hamburger Sternwarte beginnt jetzt mit dem Experiment SHIPS eine neue Ära astronomischer Beobachtungen: die Suche nach Versteckten Photonen. Versteckte Photonen (Hidden Photons) sind eine Klasse bisher kaum erforschter Elementarteilchen von möglicherweise fundamentaler physikalischer und astrophysikalischer Bedeutung.
Sie sollen für bislang noch rätselhafte Phänomene im Weltall verantwortlich und eventuell Bestandteile der geheimnisvollen Dunklen Materie sein. Das SHIPS-Team benutzt dafür ein Teleskop, in das kein Licht eindringen darf.
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25 Jahre Förderung für geisteswissenschaftliches Projekt an der Universität Hamburg
(Dezember 2011)
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat ein Langzeit-Forschungsvorhaben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften bewilligt, an dem das Institut für Griechische und Lateinische Philologie der Universität Hamburg federführend beteiligt ist.
Das Projekt „Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina (CAGB) wurde neu in das Akademienprogramm von Bund und Ländern aufgenommen und hat die kritische Edition und philologische Erschließung spätantiker und vor allem byzantinischer Kommentare, Paraphrasen, Kompendien und Scholien zu den Schriften des Aristoteles zum Ziel. Das Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit mit dem Aristoteles-Archiv der Freien Universität Berlin durchgeführt und startet 2012, die vorgesehene Laufzeit ist auf 25 Jahre angelegt.
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Vier neue Forschungsprojekte an der Universität Hamburg:
3,8 Millionen Euro für drei Forschungsvorhaben und ein Graduiertenkolleg
(Dezember 2011)
Die Forschungs- und Wissenschaftsstiftung Hamburg fördert sechs neue Forschungsprojekte – vier davon an der Universität Hamburg. 3,8 Millionen Euro sowie eine Gemeinkostenpauschale von 20 Prozent stehen als Anschubfinanzierung für Forschungsprojekte zu Krebstherapien, Konfessionen, wissenschaftlichem Rechnen sowie für eine Graduiertenschule zur Energieforschung zur Verfügung.
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Universität Hamburg: Ausgezeichnet für „Vielfältige Exzellenz 2011“
(November 2011)
In der im November veröffentlichten Sonderauswertung des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) schneidet die Universität Hamburg in den Fächern Anglistik/Amerikanistik, Betriebswirtschaftslehre (BWL), Volkswirtschaftslehre (VWL) und Erziehungswissenschaft als besonders forschungsstark ab. Im Fach VWL ist sie darüber hinaus auch stark in Internationalität und Anwendungsbezug von Lehre und Forschung.
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Elementarteilchenphysik: Neue Emmy Noether-Gruppe zur Untersuchung der Struktur
der Materie an der Universität Hamburg
(November 2011)
Im November startet an der Universität Hamburg eine neue Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe. Der Physiker Dr. Alexander Schmidt erhielt diese Auszeichnung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und kommt mit Forschungsgeldern in Höhe von max. 1,2 Millionen Euro nach Hamburg.
Das Emmy Noether Programm fördert Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen, indem es die Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe ermöglicht. Für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren werden insgesamt 4 Personen Grundlagenforschung in der Elementarteilchenphysik betreiben und zum Thema „Suche nach einer vierten Fermion Generation mit dem CMS Detektor am ‚Large Hadron Collider‘“ arbeiten.
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Sternenhimmel über Mallorca: Neues Teleskop der Sternwarte Hamburg feierlich eingeweiht
(Oktober 2011)

Sternschnuppen, planetarische Nebel oder den Mond beobachten– zum Studium der Astronomie und Astrophysik gehört das Sternegucken durchs Teleskop. Doch nur in klaren Nächten funktioniert das gut. Klare Nächte sind in Hamburg aber seltener als in südlicheren Gefilden. Deshalb können Studierende der Astronomie und Astrophysik an der Hamburger Sternwarte jetzt auch den Sternenhimmel über Mallorca beobachten, und zwar direkt von Hamburg-Bergedorf aus.
Wie das geht? Die Universität betreibt auf der Insel seit Kurzem ein Lehr- und Ausbildungsteleskop, das nach erfolgreicher Testphase am 28. Oktober feierlich eingeweiht wurde.
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WOCE-Atlas des Atlantischen Ozeans fertig gestellt
(Oktober 2011)
Wissenschaftler der Universitäten Hamburg und Moskau sowie des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie legen einzigartiges Kartenmaterial vor: Auf der Konferenz des World Climate Research Programme in Denver stellten sie den „WOCE-Atlas Volume 3“ mit Daten zum Atlantischen Ozean vor. Rund zehn Jahre nach Abschluss des so genannten World Ocean Circulation Experiment (WOCE) haben Wissenschaftler die Ergebnisse erstmals in detaillierte Karten gefasst. Dabei handelt es sich um das wohl umfangreichste, ozeanographische Messprogramm überhaupt. Neben dem gedruckten Atlas, der in Kürze erscheint, sind alle Karten ab sofort im Netz frei verfügbar.
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Selbstständig lernende Roboter: EU fördert Forschungsprojekt von Hamburger Informatikern
(Oktober 2011)

Es gibt Roboter, die Fußball spielen, und Roboter, die Menschen im Haushalt unterstützen, aber diese Roboter wurden programmiert, das zu tun, was sie können. Nun arbeiten Hamburger Forscher daran, intelligente Roboter zu entwickeln, die in der Lage sind, – wie ein Mensch – aus Erfahrungen zu lernen. Die Europäische Union hat für das Projekt „Robustness by Autonomous Competence Enhancement“ (RACE) Forschungsgelder in Höhe von insgesamt rund 3 Mio. Euro bewilligt. Projektleiter sind die Professoren Jianwei Zhang und Bernd Neumann vom Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.
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Forscher entwickeln innovative Lebens- und Futtermittel aus heimischen Hülsenfrüchten
(Oktober 2011)
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert das Verbundprojekt „LeguAN“ mit 2,1 Millionen Euro. Das vom Institut für Lebensmittelchemie der Universität Hamburg koordinierte Forschungsvorhaben hat als Ziel die effiziente und marktgerechte Herstellung von innovativen Lebens- und Futtermitteln auf der Basis von heimischen Leguminosenarten wie Erbse und Ackerbohne. Die auf heimischen Hülsenfrüchten basierenden neuen Lebensmittel werden insbesondere auf ihr gesundheitsförderndes Potenzial für den Menschen untersucht und in Humanstudien wissenschaftlich belegt, beispielsweise ihre antidiabetischen Effekte oder blähungsvermeidenden Wirkungen.
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Stern beschießt seinen Planeten mit intensiver Röntgenstrahlung
(September 2011)

Ein nahe gelegener Stern befeuert seinen Planeten mit Röntgenstrahlung, die 100 000 mal intensiver ist, als jene, die die Erde von der Sonne empfängt. Das haben Hamburger Astrophysiker um Sebastian Schröter von der Sternwarte mithilfe des Chandra X-ray Observatory der NASA und des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) herausgefunden.
Der Planet CoRot-2b ist ein Nachbar des Sonnensystems und umkreist sein Zentralgestirn CoRoT-2a in einer Entfernung, die dem zehnfachen der Distanz zwischen Erde und Mond entspricht. Durch die hochenergetische Strahlung verdampft in jeder Sekunde rund fünf Millionen Tonnen Materie des Planeten. Die Ergebnisse der Studie wurden in "Astronomy and Astrophysics" veröffentlicht.
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Starke Magnetfelder gab es vermutlich schon kurz nach dem Urknall
(September 2011)
Unter Beteiligung des Astrophysikers Prof. Dr. Robi Banerjee von der Hamburger Sternwarte hat eine internationale Forscherkooperation herausgefunden, dass starke Magnetfelder wahrscheinlich bereits kurz nach dem Urknall im Universum vorhanden waren. Damit könnten die Wissenschaftler erklären, woher die beobachteten Magnetfelder in Galaxien und zwischen den Galaxien stammen und welchen Einfluss sie im Universum haben. Bislang wurden die Magnetfelder in vielen Berechnungen ignoriert. Die Forschungsergebnisse sind nun in der Online-Ausgabe der „Physical Review Letters“ veröffentlicht.
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Studie: Bestnoten für Zeit, Süddeutsche und FAZ
(August 2011)

Was gibt’s Neues? Ein Blick in die Lieblingszeitung oder in ein Nachrichtenportal im Netz geben Antwort. Doch können wir den Massenmedien vertrauen?
Ein Medienökonom an der Universität Hamburg hat ein Qualitäts-Ranking für Deutschland erstellt und dafür insgesamt 77 Publikationen berücksichtigt. Überregional sind Die Zeit, Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine an der Spitze. Auf den letzten Plätzen landen Bild und Neues Deutschland. Die Top-Plätze in der Rangfolge der Online-Nachrichtenportale belegen Spiegel Online und Tagesschau.de.
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Delfine und der sechste Sinn
(August 2011)

Delfine finden ihre Nahrung nicht nur im offenen Meer, sondern auch am Meeresgrund. Doch oft sind Beutetiere im Sand vergraben, und aufgewühlter Schlamm trübt die Sicht. Wie finden die Meeressäuger also ihre Beute?
Die Biologin Nicole Czech-Damal von der Universität Hamburg hat eine überraschende Antwort darauf gefunden. Delfine besitzen einen Elektrosinn, der ihr Echolot perfekt ergänzt. Möglich wird das durch Elektrorezeptoren an der Delfinschnauze, die sich aus den Follikeln (Einstülpungen der Haut) von Barthaaren entwickelt haben. Da Delfine ihre Barthaare kurz nach der Geburt verlieren, wurden diese unbehaarten Vertiefungen lange Zeit von der Wissenschaft als verkümmerte Körperteile vernachlässigt.
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Schwingende Atomgitter unter Kontrolle
(August 2011)

Ein internationales Physikerteam um Dr. Michael Först und Prof. Andrea Cavalleri von der Max-Planck-Forschungsgruppe für Strukturelle Dynamik an der Universität Hamburg hat erstmals einen Effekt zur Anregung von Gitterschwingungen (Phononen) in Kristallen nachgewiesen, der schon seit 40 Jahren vermutet worden war.
Die Forschergruppe stimulierte das Atomgitter in einem Metalloxid mit einem intensiven infraroten Laserpuls. Die dadurch angeregten Atome lösten eine zweite Schwingung aus, die das Laserlicht selbst nicht aktivieren kann. Dieser Prozess der sogenannten nichtlinearen Phononik eröffnet ungeahnte Möglichkeiten in der Kontrolle der Eigenschaften (z.B. der Leitfähigkeit) von bestimmten Festkörpern. Anwendungsmöglichkeiten könnten die hochratige Prozessierung und Speicherung von Daten sein. Die Ergebnisse des Versuchs sind jetzt in der Online-Ausgabe von „Nature Physics“ veröffentlicht.
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Neue Entdeckung zum Magnetismus
Hamburger Physikern gelingt Manipulation von Magneten
(Juli 2011)

Wissenschaftlern um Prof. Dr. Klaus Sengstock am Institut für Laserphysik ist es erstmals gelungen, die Orientierung von Magneten in einem Lichtgitter frei festzulegen. Sie experimentierten mit Atomen nahe dem absoluten Temperaturnullpunkt, die sich in einem von Laserstrahlen erzeugten Lichtgitter wie kleine Magnete verhalten: Sie ordnen sich wie Kompassnadeln auf einem Nagelbrett in bestimmten Mustern an. Indem die Hamburger Laserphysiker das Gitter mit einer neuen speziellen Technik bewegten, konnten sie die Ausrichtung der Magnete nun manipulieren. Ihre neuen Erkenntnisse sind in der Online-Ausgabe der „Science“ veröffentlicht.
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Supraleitung in Bruchteilen einer Sekunde umschalten
(Juni 2011)

Zum 100. Jahrestag der Entdeckung der Supraleitung ist es einer von Prof. Dr. Andrea Cavalleri geleiteten Forschungskollaboration der Max-Planck-Forschungsgruppe für Strukturelle Dynamik an der Universität Hamburg und einer Gruppe der Universität Oxford gelungen, eine Hochtemperatur-Supraleitung innerhalb von weniger als einer Pikosekunde an- und abzuschalten. Supraleitung ist ein Zustand, in dem ein Material jeglichen elektrischen Widerstand verliert und zum idealen Stromleiter wird. Die Ergebnisse des Experiments sind nun in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Nature Photonics“ veröffentlicht.
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Schichten-Jäger: Geologie-Studierende untersuchen Alster
(Mai 2011)

Geologie-Studierende der Universität Hamburg untersuchen die geologische Entwicklung des Alstertals. Im April haben sie dafür die Sedimente in der Außenalster genauer angeschaut – mithilfe seismischer Untersuchungen und durch die Entnahme von Sedimentproben. Ziel des Projekts ist, Studierende schon früh an die Arbeits- und Denkweise bei großen Meeresforschungsprojekten heranzuführen. Weitere Informationen
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Großversuch im Hafen: Experimente zur Ausbreitung von Gasen
(Mai 2011)

Die Hamburger Polizei und Feuerwehr kann im Falle eines Unfalls bald genau vorhersagen, wohin eine Gaswolke im Stadtgebiet zieht. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom KlimaCampus der Universität Hamburg haben zusammen mit dem Naval Research Laboratory in Washington und der Hamburger Innenbehörde eine Software erstellt, die Vorhersagen über die Ausbreitung von Gasen erheblich verbessert. Sie wurde am 16. April 2011 erstmals unter Naturbedingungen im Hafen- und Innenstadtgebiet getestet – natürlich mit ungiftigen Gasen. Weitere Informationen
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Studie: Kundenkarten und Datenschutz – ein schwieriges Verhältnis
(April 2011)
Datenschutz? Darüber wird viel gesprochen, viele Konsumenten und Konsumentinnen handeln aber nicht danach. Sie nutzen Kundenkarten und geben für Rabatte ihre persönlichen Daten preis. Das zeigt eine Studie am Institut für Volkskunde, Universität Hamburg. Dabei wurde auch klar: Daten- und Verbraucherschützer verstehen nicht, was es wirklich für Konsumenten und Konsumentinnen bedeutet einzukaufen. Weitere Informationen
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Zoologe entwickelt universelles Artkonzept
(April 2011)

1859 veröffentlichte Charles Darwin sein Hauptwerk „Die Entstehung der Arten“. Der wissenschaftliche Streit darüber, wie sich der Begriff „Art“ definieren lässt, dauert bis heute an. PD Dr. Bernhard Hausdorf, Zoologe an der Universität Hamburg, hat bisherige Erkenntnisse analysiert und ein neues Konzept entwickelt: das „differentielle Fitness Artkonzept“. Veröffentlicht wurde es in der Aprilausgabe des Fachmagazins „Evolution“. Weitere Informationen
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Sprachdiagnostik und -förderung – Tagung der Forschungsinitiative FiSS
(April 2011)
Wie lernen Kinder und Jugendliche verstehen, sprechen und schreiben? Und wie können Fähigkeiten frühzeitig erkannt und gefördert werden? Diese Fragen diskutierten am 28. und 29. März Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Disziplinen beim jährlichen Frühjahrsworkshop der Forschungsinitiative zu Sprachdiagnostik und Sprachförderung (FiSS), die an der Universität Hamburg koordiniert wird. Weitere Informationen
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“Nature Physics“ berichtet über Arbeitsgruppe „Atomoptik“
(Februar 2011)

Der Arbeitsgruppe „Atomoptik“ am Institut für Laserphysik der Universität Hamburg ist es gelungen, eine neuartige, exotische Form von Suprafluidität in einem extrem kalten atomaren Gas zu beobachten. Die britische Fachzeitschrift
„Nature Physics“ berichtete über diesen Erfolg unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Andreas Hemmerich in der Ausgabe vom Februar 2011.
Suprafluidität bezeichnet die reibungsfreie Bewegung von Teilchen in Flüssigkeiten. Sie ist mit der Supraleitfähigkeit bestimmter Metalle verwandt, in denen sich die Elektronen ungehindert bewegen können. Eine Supraflüssigkeit aus neutralen Atomen erzeugten die Hamburger Atomphysiker, indem sie ein Gas fast bis zum absoluten Nullpunkt abkühlten, der bei rund minus 273 Grad Celsius liegt. Das kalte Gas wurde mit Laserstrahlen beschossen, die einander kreuzen. Unter dem Einfluss dieses optischen Gitters ordneten sich die Atome schließlich zu einer kristallinen suprafluiden Struktur mit einer außergewöhnlichen Symmetrie.
Die Forschergruppe will mit ihren Untersuchungen einen Beitrag dazu leisten, ungeklärten Phänomenen in komplexen Festkörpern auf die Spur zu kommen. Möglich ist das, weil Wissenschaftler bestimmte Eigenschaften der in optischen Gittern erzeugten Suprafluide präzise ein- und ausschalten können. Das ist bei natürlichen Festkörpern, in denen sich komplizierte Effekte überlagern, nicht der Fall. Weitere Informationen
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„Fit Forest“: KlimaCampus erforscht Wald von morgen
(Januar 2011)

Mit dem vorausgesagten Klimawandel könnten sich auch unsere Wälder verändern. Negative Folgen für den Baumbestand lassen sich bei entsprechender Bewirtschaftung abmildern, zeigt eine Studie von Professor Michael Köhl und anderen Forschern und Forscherinnen am KlimaCampus der Universität Hamburg. Weitere Informationen
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On + mobil = individuell? Uni-Studie zu Hamburger Netbook-Projekt
(Januar 2011)
Ein Hamburger Modellversuch hat gezeigt, dass Netbooks sinnvoll für die Individualisierung des Unterrichts genutzt werden können. Der Einsatz der mobilen Computer wirkt sich außerdem positiv auf die Motivation im Klassenzimmer aus. Das zeigte eine wissenschaftliche Begleitstudie der Universität Hamburg. Weitere Informationen
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„AHOI“ für die Nautische Zentrale der Zukunft
(Januar 2011)

In den vergangenen drei Jahren hat sich die Anzahl der Großschiffe mit über 330 Metern Länge im Hamburger Hafen verdoppelt. Das gesteigerte Aufkommen verlangt die Umstrukturierung der Nautischen Zentrale mit verbesserten Arbeitsprozessen. Hierfür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachbereichs Informatik gemeinsam mit dem Hamburger Informatik Technologie-Center (HITeC) e. V. und der Hamburg Port Authority (HPA) das Projekt „AHOI“ gestartet. Weitere Informationen
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Leibniz-Preis für Prof. Christian Büchel:
Neurowissenschaftler erhält Deutschlands wichtigsten Forschungsförderpreis
(2. Dezember 2010)

Prof. Dr. Christian Büchel, Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ist neuer Träger des Leibniz-Preises. Prof. Büchel ist einer von zehn Forschern, die den mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis im März erhalten. Er bekommt den Preis für seine grundlegenden Forschungen zu neuronalen Netzwerkeigenschaften, die bei komplexen Hirnprozessen wie Lernen, Gedächtnis, Sprache, Angst und Schmerz relevant sind. Prof. Christian Büchel im
Interview. Weitere Informationen
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Neues Graduiertenkolleg verbindet Mathematik und Physik
(1. Dezember 2010)
Die Universität Hamburg hat bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich ein neues Graduiertenkolleg zum Thema „Mathematics inspired by string theory and quantum field theory“ eingeworben. An der Schnittstelle von Mathematik und Physik werden ab April 2011 viereinhalb Jahre fortlaufend 13, ab 2012 dann 14 Doktorandinnen und Doktoranden zu mathematischen Themen mit Verbindungen zur String- und Quantenfeldtheorie forschen. Weitere Informationen
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Psychologie-Professorin der Universität Hamburg erforscht menschliches Gehirn:
Europäischer Forschungsrat bewilligt Millionenprojekt
(24. November 2010)

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat für ein Forschungsvorhaben an der Universität Hamburg zur Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns rund 2,4 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt beginnt offiziell am 1. Dezember 2010. Der ERC ehrt damit zugleich die bisherigen wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Dr. Brigitte Röder, Leiterin des Arbeitsbereichs Biologische Psychologie und Neuropsychologie, Universität Hamburg. Die Fördermittel stammen aus dem ERC-Förderprogramm „Advanced Investigators Grant“ in der Kategorie Sozial- und Geisteswissenschaften und werden für fünf Jahre vergeben. Mehr Informationen
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Mensch-Tier-Beziehung beschäftigt neue Forschungsgruppe
(8. November 2010)
Am 10. November 2010 hat die „Group for Society & Animals Studies“ (GSA) ihre Gründung gefeiert. Sie ist deutschlandweit die erste sozialwissenschaftliche Forschungsgruppe, die sich dem vielschichtigen Verhältnis von Menschen und Tieren widmet. Nach Ansicht der GSA-Koordinatorin Prof. Birgit Pfau-Effinger hat sich das Mensch-Tier-Verhältnis in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland stark verändert – der Wert der Tiere und ihre Bedürfnisse würden verstärkt wahrgenommen. Weitere Informationen
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13 Wissenschaftlerinnen der Universität Hamburg im Internetportal „AcademiaNet“ vertreten
(5. November 2010)

13 Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Fakultäten der Universität Hamburg sind im
„AcademiaNet“ vertreten. Das Internetportal für Forscherinnen-Profile wurde von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 2. November 2010 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Mit Hilfe der Datenbank erhalten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft einen besseren Zugang zu Profilen exzellenter Wissenschaftlerinnen.
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Mit Hightech in die Römerzeit: Pilotprojekt der Archäologie
(November 2010)

Forschende der Abteilung Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg haben im Frühjahr und Sommer 2010 eine neue Technologie in der archäologischen Praxis getestet: Sie setzten im Norden Portugals erstmals einen terrestrischen 3D-Laserscanner ein, um das römische Goldbergwerk von Três Minas zu vermessen und seine Baugeschichte zu erforschen. In einem Pilotprojekt fand die Hamburger Gruppe heraus, dass das Bergwerk „Galeria dos Alargamentos“ schneller erbaut wurde als bisher angenommen.
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Forschung zu menschlichen und künstlichen Sinnen: 2. Förderphase für das Graduiertenkolleg CINACS
(Oktober 2010)

Die Förderung für das deutsch-chinesische Graduiertenkolleg „Cross-modal Interaction in Natural and Artificial Cognitive Systems“ (CINACS) ist zum 1. Oktober 2010 bis 2015 verlängert worden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) evaluierte die Arbeit von CINACS und bewilligte die zweite Förderphase mit rund 2,9 Millionen Euro. Hauptziel von CINACS ist, die Prinzipien der Interaktion verschiedener sensorischer Modalitäten, d. h. Sehen, Hören und Tasten, zu verstehen und in Roboter-Systemen zu realisieren, um eine Mensch-Computer-Kommunikation zu ermöglichen.
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Nachhaltiges Landmanagement in Afrika: BMBF fördert Forschungsprojekt mit 4 Millionen Euro
(23. September 2010)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ab sofort ein von der Universität Hamburg koordiniertes Konsortium internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit vier Millionen Euro. Das interdisziplinäre Projekt „The Future Okavango“ untersucht, wie natürliche Ressourcen entlang des Okavango-Flusses im südlichen Afrika nachhaltig genutzt und gerecht verteilt werden können. Beteiligt sind vier Institute der Universität: Bodenkunde, Botanik, Ethnologie und Geographie.
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Erstmals Modell von Hamburgs City im Windkanal: Sicherheit und Klimawirkungen im Fokus
(21. September 2010)

Im Hamburger Grenzschichtwindkanal, dem größten in Europa, werden zum ersten Mal die Windbedingungen in der eigenen Stadt analysiert. In den nächsten Wochen forschen Wissenschaftler/innen des KlimaCampus an der Universität Hamburg an einem im Maßstab 1:350 gebauten Modell zu Sicherheitsaspekten und Klimawirkungen. Neben dem KlimaCampus sind das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg beteiligt.
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DFG vergibt rund 5 Millionen Euro: Graduiertenkolleg „Maßgeschneiderte Metall-Halbleiter-Hybridsysteme“ geht in die zweite Förderperiode
(13. September 2010)

Das DFG-Graduiertenkolleg 1286 „Maßgeschneiderte Metall-Halbleiter-Hybridsysteme“ an der Universität Hamburg startet am 1. Oktober 2010 in seine zweite Förderperiode. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beurteilte das Kolleg dieses Jahr als „exzellent“ und fördert es in den kommenden viereinhalb Jahren mit mehr als 4,8 Millionen Euro. Halbleiter werden mit normalleitenden Metallen, Supraleitern und Ferromagneten kombiniert, so dass Hybridsysteme (Kombinationen) mit neuartigen Funktionalitäten entstehen.
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Wissenschaftler der Universität Hamburg erforschen zum ersten Mal die Artenvielfalt in der japanischen Tiefsee
(23. August 2010)

Seit Mitte August ist die russische Expedition „SoJaBio“ unter Leitung von Dr. Marina Malyutina, Institute of Marine Biology, Vladivstok, auf dem russischen Forschungsschiff „RV Akademik Lavrentyev“ in der japanischen Tiefsee unterwegs, um die Artenvielfalt am Meeresgrund in diesem noch völlig unbekannten Gebiet zu erforschen.
Vier Forscher/innen der Universität Hamburg, Prof. Dr. Angelika Brandt und die Diplom-Biolog/innen Laura Würzberg, Nikolaus Elsner und Torben Riehl, beteiligen sich an dieser Pionierarbeit. Außerdem sind sechs weitere Wissenschaftler/innen der Zoologischen Staatssammlung München, des Senckenberg-Instituts in Frankfurt, des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven, der Freien Universität Berlin und eines Kieler Unternehmens sowie ein Schweizer Wissenschaftler der Universität Genf dabei. Die erste „Transekt“-Untersuchung, d.h. die Analyse einer Reihe von Mess- und Beobachtungspunkten entlang einer geraden Linie, in 3.300 Metern Tiefe wurde bereits erfolgreich beendet.
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Neue Nanostrukturen entwickelt: Organische Moleküle rufen Nanoteilchen zur Ordnung
(August 2010)

Einem Team von Forschern der Universität Hamburg und des spanischen Forschungszentrums IMDEA Nanoscience ist es gelungen, Materialien auf chemischem Wege herzustellen, die sich durch Selbstorganisation zu zweidimensionalen Nanostrukturen zusammenfinden.
Die Produktion ultradünner Nanoschichtstrukturen mit Hilfe der sogenannten orientierten Zusammenlagerung stellt einen der viel versprechendsten Wege in der Nanotechnologie dar. Die neuartigen Strukturen können in flexiblen elektronischen Schaltungen, Solarzellen oder Photosensoren eingesetzt werden. In der Titelgeschichte der Ausgabe des Fachmagazins „Science“ vom 30. Juli 2010 stellt die deutsch-spanische Forschungsgruppe ihre Entdeckung vor.
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Forscher entwickelt Rechenmodell zum Erhalt des Dorschs
(August 2010)

Fischbestände werden nicht nur durch Fangquoten beeinflusst, sondern auch wesentlich durch das Klima. Beispielsweise bringen starke Regenfälle zukünftig mehr Süßwasser in die Ostsee. Gleichzeitig wird sich voraussichtlich der Tiefenwasser-Zufluss aus der Nordsee verringern. Beide Phänomene führen zu einer niedrigeren Salzkonzentration in der Ostsee. Der Lebensraum von marinen Fischen wie dem Dorsch in der Ostsee ist infolgedessen bedroht.
Jetzt hat eine internationale Forschergruppe um Prof. Christian Möllmann (Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft und KlimaCampus Universität Hamburg) ein Rechenmodell entwickelt, mit dem langfristige Vorhersagen zur Entwicklung des Dorschbestandes in der Ostsee gemacht werden können. Anfang August erhielten die Forscher für ihre Arbeit den amerikanischen „Sustainability Science Award 2010“.
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Gigantische Kohlenstoffspeicher: Forschungsexpedition soll Klimarelevanz russischer Moore klären
(14. Juli 2010)

Zwei Expeditionen in unwirtliche Gebiete – in die russische Republik Komi und ins sibirische Lenadelta – sollen klären, wie Moore auf Klimaänderungen reagieren. Prof. Lars Kutzbach vom KlimaCampus der Universität Hamburg erforscht ab Donnerstag, den 15.07.2010, mit seinem Team sowie deutschen und russischen Partnern die komplexen Wechselwirkungen zwischen hydrologischen Prozessen und dem Kohlenstoffkreislauf nordischer Feuchtgebiete. Befürchtet wird, dass diese durch die globale Erwärmung mehr Kohlenstoff in Form von Treibhausgasen emittieren. Die aktuellen Analysen werden wichtige Grundlagendaten zur Risikoabschätzung und für das Verständnis von Treibhausgas-Bilanzen liefern. In herkömmlichen Klimamodellen fehlte der Faktor „Moor“ trotz seiner Größenordnung bisher völlig.
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Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts – Anwendungsgebiete der Nanotechnologie
(Juni 2010)

An der Universität Hamburg wird gleich in mehreren Fachbereichen intensiv zur Nanotechnologie geforscht: Chemie, Physik und Medizin arbeiten in diesem Forschungsfeld eng zusammen. Gleich zwei Landesexzellenzcluster an der UHH widmen sich dem Thema „Nano“. Insofern gilt die Universität Hamburg zu Recht als einer der wichtigen „Nano“-Forschungsstandorte Deutschlands. Um die Aktivitäten in Hamburg zu illustrieren, wurde nun im Auftrag der Akademie der Wissenschaften und des Exzellenzclusters „Nanotechnology in Medicine“ ein Film produziert, der die Nanotechnologie und ihre zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der großen Öffentlichkeit näherbringt.
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Wer wäscht die schmutzige Wäsche? Ergebnisse einer Studie zur Verteilung von Hausarbeit im internationalen Vergleich
(21. Juni 2010)

Wer wäscht die schmutzige Wäsche? Wie erklärt sich der Anstieg des Anteils der Hausarbeit, den Männer verrichten? Warum arbeiten deutsche Frauen so viel mehr im Haushalt als schwedische oder US-amerikanische Frauen?
Sonja Drobnič, Professorin für Soziologie an der Universität Hamburg, hat mit ihrer Kollegin Judith Treas, University of California, Irvine, diese Alltagsfragen mit Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung von verschiedenen Seiten wissenschaftlich beleuchtet.
Im Projektverbund „Dividing the Domestic/Den Haushalt teilen“ gingen sie der Frage nach, wie Staat, Kultur und Ländercharakteristika unsere Haushalte und unser Privatleben durchdringen. Ergebnis: Obwohl in Vollzeit beschäftigt, verrichten Frauen in allen untersuchten Ländern immer noch den Großteil der Hausarbeit. Auch ärmere Frauen wenden mehr Zeit für den Haushalt auf als ihre wohlhabenderen Pendants. Bildungssystem, Arbeitsrecht, Steuersystem, Regierungspolitik und kulturelle Glaubenssätze über Mutterschaft und Heirat spielen eine wichtige Rolle. Eine Erklärung des privaten „Wer macht was?“ bedarf dabei einer genauen Berücksichtigung des Einflusses von so verschiedenen Seiten wie Gewerkschaften, staatlichen Schulsystemen und kulturellen Leitbildern von glücklicher Ehe.
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Anwendungspotenziale geisteswissenschaftlicher Forschung: Der Transferbereich Mehrsprachigkeit
(Mai 2010)

Mehrsprachigkeit im gesellschaftlichen Alltag ist für viele längst die Regel. In einer Gesellschaft, in der viele Kulturen Platz haben, und in einer sich zunehmend vernetzenden Wirtschaftswelt sollte der Umgang mit fremden Sprachen auch für die Kindergärtnerin, den Mitarbeiter eines großen Unternehmens und den deutschen Arzt selbstverständlich sein. Welche Chancen und Herausforderungen die mehrsprachige Gesellschaft mit sich bringt, das untersucht der Transferbereich des SFB Mehrsprachigkeit an der Universität Hamburg zusammen mit seinen Partnerinstitutionen.
Als bundesweit erster von der DFG geförderter Transferbereich auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften kommt dem Transferbereich des Sonderforschungsbereiches „Mehrsprachigkeit“ der Universität Hamburg eine besondere Bedeutung zu. In fünf Projekten wurden Forschungsergebnisse aus dem SFB in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft fruchtbar gemacht, dabei ging es vor allem um die Sensibilisierung für Probleme der Mehrsprachigkeit im Alltag und die Entwicklung entsprechender Fortbildungs- und Lehrmaterialien.
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Landesexzellenzinitiative: Neue Broschüre informiert über Forschungsvorhaben
(Mai 2010)
Im Januar 2009 hat die Freie und Hansestadt Hamburg eine Landesexzellenzinitiative ins Leben gerufen, um Forschungsverbünde von Hamburger Universitäten mit weiteren Hochschulen, außeruniversitären Instituten und sonstigen Partnern zu stärken und zu fördern. Die Universität Hamburg konnte insgesamt 11 Projekte erfolgreich einwerben. Dabei handelt es sich um 6 Landesexzellenzcluster sowie 5 Landesgraduiertenschulen. br> Die interdisziplinär ausgerichteten Vorhaben decken unterschiedliche Forschungsgebiete ab.
Sie möchten sich über die Projekte informieren? Eine Broschüre versammelt Kurzporträts und grundlegende Informationen zu den Forschungsvorhaben.
Zum Download (PDF)...
Vulkanasche bringt Algen im Ozean zum Blühen
(17. Mai 2010)
Welche Wirkung haben Vulkanausbrüche auf unser Klima? Bisher gingen Wissenschaftler/innen davon aus, dass Eruptionen mit hohem Schwefeldioxid-Anteil, die sehr weit in die Höhe reichen, die Bildung von Aerosolen hervorrufen. Diese Aerosolwolken können die Erde kühlen. Eine andere Wirkung – das Düngen von Ozeanalgen – haben jetzt Forscher/innen des Exzellenzclusters „Integrated Climate Analysis and Prediction“ (CliSAP) der Universität Hamburg untersucht. Erste Ergebnisse erscheinen in den Fachmagazinen „Atmospheric Chemistry and Physics“ und „Journal of Geophysical Research“.
„In weiten Teilen des Ozeans ist das Algenwachstum unter anderem durch das Fehlen von Eisen limitiert. Eisensalze in der Vulkanasche könnten das Plankton zum Blühen bringen – und dabei größere Mengen CO
2 binden“, so Dr. Bärbel Langmann, Institut für Geophysik. Die Algen nehmen das Treibhausgas in ihren Stoffwechsel auf und entfernen es so aus der Atmosphäre.
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ZEITLast vs. Zeitsouveränität: Projekt untersucht Studierbarkeit der Bachelor- und Master-Studiengänge
(Mai 2010)
Am Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Uni Hamburg wird dazu geforscht, wie hoch die Arbeitslast der Studierenden nach der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge ist. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeitet und eingesetzt. Erste Zwischenergebnisse des seit 2009 laufenden Projekts liegen bereits vor.
Überraschend war für die beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, was die Zeitbudget-Analysen des vergangenen Wintersemesters offenbarten: Die Studierenden investieren nicht so viel Zeit in ihr Studium wie angenommen. Die durch Bologna vorgegebene Workload von 160 Stunden im Monat wurde deutlich unterschritten.
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